SV Westfalia Schalke 1922 e.V.


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1. Teil

Chronik

Der Sportverein Westfalia Schalke 1922 wurde am 22.Februar 1922 gegründet.
Das Gründungslokal war die Gaststätte "Retzmann". Dieses Lokal befand sich an der Grenz- / Viktoriastraße (heute Grenz- / Königsberger Straße).Die Gründer des Vereines waren folgende Vorstandskameraden :
Borggräwe, Euster-Feldhaus, Feldhaus, Lenz, Michalzik, Müller, Schmedeshagen.Nach der Gründung setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen:
1.Vorsitzender Lenz
1.Geschäftsführer Borggräwe
2.Geschäftsführer Schmedeshagen
Spielobmann Kleinert.

Das war der geschäftsführende Vorstand. Die übrigen Mitbegründer gehörten dem erweiterten Vorstand an.

Der Sportskamerad Konrad Schmedeshagen bekleidete bis kurz vor seinem Tode im Jahre 1967 das Amt des 1.Vorsitzender im Westdeutschen Fußballverband e.V. Der Spielbetrieb wurde mit zwei Senioren- und einer Jugendmannschaft auf genommen. Der Sportplatz, auf dem die Mannschaften ihre Spiele austrugen, war der "Baptisten-Platz". Er befand sich auf der Blumen- Steinmetzstraße (heute Blumendelle Breslauer Straße). Es war keine Platz- Anlage, die man als ideal bezeichnen konnte. Dafür steckte diese Sportart,

sprich Fußball, noch zu sehr in den Kinderschuhen. Es war der beliebtesten in der ganzen Welt werden ließ. Es ist unmöglich, alle die Schwierigkeiten aufzuzählen, mit denen die Funktionäre und Spieler konfrontiert wurden. Es dürfte wohl immer so bleiben: eine Sportart, die neupräsentiert wird, muß sich erst einmal bewähren, um auf die Dauer von den Sportfans akzeptiert zu werden.

Im Jahre 1925 wechselten die Mitglieder das Vereinslokal.
Es wurde die Gaststätte "Lindenberg" in der Grabenstraße. Der Wechsel des Lokales war dadurch bedingt, daß der "Baptisten-Platz" aus unerklärlichen Gründen für den Spielbetrieb nicht mehr zur Verfügung stand. Die Spiele wurden jetzt auf der Gemeindewiese in Hüllen ausgetragen. Die erste Mannschaft spielte seit der Gründung in der C-Klasse. Zu der Zeit waren die einzelnen Gruppen noch in alphabetischer Reihenfolge erfaßt. Vergleichbar zu der heutigen Zeit wäre es die 2.Kreisklasse. Zu der Leistungsstärke der 1.Mannschaft kann man nichts Positives sagen. Der Durchbruch gelang erst im Jahre 1930, als die Mannschaft Bezirksmeister in der C-Klasse wurde. Die entscheidenden Spiele um den Aufstieg in die B-Klasse mußten durch ein Hin- und Rückspiel ausgetragen werden. Die andere Mannschaft, die sich für diese Aufstiegsspiele qualifiziert hatte, war Beckhausen 05. Beide Spiele wurden von der 1. Mannschaft gewonnen: in Beckhausen mit 1:0, in Hüllen
mit 3:1, die Torschützen waren: Johann Finke (1), Gustav Leyk (2), Matthias Roth (1). Die Mannschaft, die in beiden Spielen unverändert antrat, spielte in folgender Aufstellung: Rudolf Ortwein, Alex Wollniak, Johann Killich, Frank Kurzienski, Johan Finke, Fritz Maxam, Paul Rescher, Matthias Roth, Gustav Lek,Willi Scharf, Emil Putzka.



Bezirksmeister von 1930

Nach Diesem Erfolg ging es im Verein rapide aufwärts. Es konnten in kürzester Zeit noch eine Senioren-
und eine Jugendmannschaft angemeldet werden. Das war eine stolze Bilanz, die der Vorstand den Mitgliedern und Anhängern präsentieren konnte. Dieses war jedoch nur möglich durch intensive Aufbauarbeit und Freude am Fußballspiel. Man erkannte in der damaligen Zeit schon, daß das Bestehen eines Vereins nur möglich war, wenn jüngere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs für ältere Spieler, die ihre Laufbahn beendeten, in die Stammelf eingebaut werden konnten.
Diese jungen Spieler brachten den Idealismus mit, den man unbedingt braucht, um Erfolg zu haben. Die innere Einstellung der Nachwuchsspieler war zu der damaligen Zeit so, daß sie versuchten, den Spielern der 1. Mannschaft nachzueifern. Da dies vom Vorstand früh genug erkannt wurde, brauchte die Mannschaft nie gegen den Abstieg zu kämpfen. Im Gegenteil, der Aufstieg in die A-Klasse wurde im Jahre 1932 nur knapp verpaßt.

1932 bekam der Verein einen neuen Sportplatz zugewiesen, und zwar die vom Volksmund genannte Kuhwiese an der Grenzstraße. Um ein zentral gelegenes Vereinslokal zu haben, wählte man
die Gaststätte " Fröhlich" in der Blumendelle; die Gaststätte besteht heute noch.
Dieses Vereinslokal sowie die Platzanlage, sollten bis zur Einstellung des Spielbetriebes im November 1944, bedingt durch die Kriegseinwirkungen, für den Verein die letzten Wirkungsstätten sein. Zu dieser Zeit war der Sportkamerad Borggräwe 1. Vorsitzender. Er war es, der nach Kriegsende im Jahre 1945 die Initiative
ergriff, um mit ein paar unentwegten Sportskameraden den Verein neu auf zubauen. der gesamte Sport war in Gelsenkirchen zum Erliegen gekommen.
Wo sollte man auch noch Fußball oder Handball spielen, Leichtathletik betreiben? Die Sportlätze waren zum größsten Teil zerstört. Jeder Verein hatte mit diesen Schwierigkeiten zu kämpfen und fertig zu werden. Und sie wurden damit fertig. In mühseliger und aufopferungsvoller Arbeit wurden die Sportplätze wieder hergerichtet, nicht im Auftrage der Stadt, sondern von den Sportlern selbst, die endlich wieder ihren Sport ausüben wollten. So war es auch bei uns. Wir bekamen die Erlaubnis, den Schürenkamp zu der Zeit zu benutzen. Was war der Schürenkamp zu der Zeit?
Ein Gelände, welches von den Bomben total zerstört war. In monatelanger Arbeit wurde der Platz wieder instandgesetzt. Jetzt galt es, eine Spielgenehmigung zu bekommen. diese wurde von der Militärregierung, Sitz in Hamm, erteilt.

Endlich war es soweit. Die Stunde war da, in der die runde Lederkugel wieder rollte.
Wir möchten allen Helfern und Sportskameraden an dieser Stelle noch einmal unseren Dank für ihre freiwillig geleistete Arbeit aussprechen. Als Vereinslokal wurde von den Mitgliedern die Gaststätte "Schumacher" an der Wilhelminenstraße gewählt. Von einem organisierten oder geordneten Spielbetrieb konnte während dieser Zeit keine Rede sein. Der Vorstand war noch nicht so weit. Es mußte alles neu aufgebaut werden. Klasseneinteilung, welche Vereine standen wieder zur Verfügung? Alle diese Fragen mußten erst einmal geklärt werden. Darüber sollte noch ein ganzes Jahr vergehen.

Was aber geschah in der Zwischenzeit?
Die Vereine trugen unter sich Freundschaftsspiele aus. Außerdem spielte man für einen Pokal "rund um den Förderturm". Was es heißt, Idealist zu sein, hat sich in den Jahren von 1945 bis 1948 gezeigt.Die deutsche Reichsmark hatte praktisch keinen Wert mehr. Der schwarze Markt stand in hoher Blüte. Für begehrte Artikel mußte sehr viel Geld geboten werden. Durch die Zerstörung unseres Vereinslokales waren fast keine Garnituren mehr vorhanden und diese Artikel waren auf dem schwarzen Markt auch nicht zu haben. Wer ein
richtiger und überzeugter Fußballer war fand aber auch hier Mittel und Wege, um zu der fehlenden Sportausrüstung zu gelangen. Oft war dies nur möglich durch den Tausch von gleichwertigen oder begehrten Gegenständen, die der Sportler aus seinem übrig gebliebenen Eigentum opferte um wieder

Fußball spielen zu können.Es kam oft vor, daß die Farben der Garnituren nicht übereinstimmten. Auch hier wußte man sich zu helfen. Waren genügend Garnituren vorhanden, so wurden sie alle einheitlich gefärbt. Die Frauen und Mädchen der Spieler und anderer Vereinsmitglieder mußten genau so viel Idealismus aufbringen wie jeder andere der Interesse am Fortbestand des Vereins hatte. Sie besserten die Kluften oft unter primitivsten Bedingungen aus. Denn in der damaligen Zeit mußte man immer mit Stromsperren rechnen. Es kam oft vor, daß die Spielersitzungen bei Kerzenlicht abgehalten wurden und die Frauen im Nebenzimmer die Garnituren ausbesserten. Dies alles war seinerzeit eine Selbstverständlichkeit und es wurde mit Freude gemacht. Wie sieht es heute dagegen aus? Einen Vergleich kann man wohl nicht ziehen.

1946 standen der W.F.V. und die Kreisverbände wieder auf eigenen Füßen. Die Klasseneinteilung wurde
veröffentlich. Es hatte alles seine Richtigkeit; die Jagd auf Tore, Punkte und Meisterschaft konnte beginnen.
Unser Verein wurde der 1.Kreisklasse zugeteilt.
Die erste Mannschaft belegte nach Abschluß der Spielzeit 1946/47 einen achtbaren 3.Platz.So groß die Freude war, so betrüblich wirkte das Ausscheiden des 1.Vorsitzenden, Borggräwe aus dem Vorstand.
Er trat aus gesundheitlichen Gründen zurück.
Auf der Jahreshauptversammlung wurde Erich Karrasch als 1.Vorsitzender. Der Sportskamerad Borggräwe, der für den Verein alles gegeben hatte, was von einem Vorsitzenden erwartet wurde, erhielt einstimmig den Titel des Ehrenvorsitzenden. er verstarb im Jahre 1949 im Alter von 54 Jahren.
In der Spielzeit 1949/50 wurde die Mannschaft in der 1. Kreisklasse errungen. Der Aufstieg in die Bezirksklasse war aber noch nicht geschafft. Es mußten erst noch Spiele gegen RW Leithe und Heßler 06
ausgetragen werden. Der Sieger aus diesen Spielen stieg dann in die Bezirksklasse auf. Unsere Mannschaft schaffte es!

In Leithe wurde as Spiel mit 2:1 gewonnen. Das Spiel gegen Heßler wurde auf einem Nebenplatz der Glückauf-Kampfbahn ausgetragen: wir siegten mit 6:1. Dieser Aufstieg war der Höhepunkt in der 70-jährigen Vereinsgeschichte. Folgende Spieler errangen diese bisher einzigartigen Siege: Kays, Glaser, Zengerling, Balde, Gatza, Schröter, Skrotzki, Heinz, Wilfried, Wrobel, Buttner, Leyk und Fischer.

1949

Dieser Erfolg war leider nicht von Dauer. Auf Grund von Abwanderungen und Verletzungen konnte die Mannschaft den Klassenerhalt nicht schaffen. Aber man resignierte nicht. Im Vorstand waren Sportskameraden tätig, die die an sie gestellten Aufgaben in selbstloser Weise erfüllten. Hier sollte man vor allem die Verdienste der Vorstandsmitglieder Erich Karrasch (1.Vorsitzender), der 1966 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde, Ernst Neumann (Hauptkassierer) und Willi Gerding, der jahrzehntelang als Jugendleiter tätig war, hervorheben. Hinzu kamen Spieler, die ihre aktive Laufbahn beendet hatten.
Wenn man Namen wie Heinz Glaser, Günther Keller und Ernst Pelka hört, weiß jeder, was diese ehemaligen Aktiven in der Vereinsarbeit geleistet haben.
Man sollte auch die ehemalige Vereinswirtin "Tinni" Radermacher nicht vergessen. Sie war eine Frau, die für den Verein, in guten und schlechten Zeiten, alles in ihren Kräften stehende getan hat, damit sich jeder in ihrem Lokal wie zu Hause fühlte. Das ihr dieses vollgelungen ist, geht allein daraus hervor, daß ihre Gaststätte von 1948 bis 1966 unser Vereinslokal war.
Nach dem Abstieg aus der Bezirksklasse wurde mit wechselndem Erfolg weiter gespielt.Im Jahre 1966 sperrte man den Schürenkamp für jeglichen Spielbetrieb, da eine Mehrzwecksporthalle gebaut wurde. Die Spiele mußten während dieser Zeit im Jahnstadion in Heßler ausgetragen werden. 1969 stand der Schürenkamp wieder zur Verfügung. Da es in diesen Jahren nicht möglich war,eine Jugendmannschaft spielen zu lassen, kam der Verein in große Schwierigkeiten. Jetzt zeigte es sich, was eine Jugendabteilung für einen Verein bedeutet: der Nachwuchs ist und bleibt eine tragende Säule.
Auf derJahreshauptversammlung 1970 wurde sofort eine Jugendmannschaft gegründet, welche im Jahre 1980 aufgelöst wurde.
Im Jahre 1972 veranstaltete unser Verein eine Festwoche. Anlaß war das 50-jährige Bestehen des SV

Westfalia Schalke. Diese Festwoche war ein voller Erfolg.

1972

Es folgten einige Jahre in denen die erste Mannschaft in der Kreisliga B spielte. In der Saison 1975/76
schaffte man als Tabellenerster den Aufstieg in die Kreisliga A.
Aus der damaligen "Truppe" spielen noch einige Kameraden in unserer Alten-Herren-Mannschaft, allen voran Hans-Gerd Killing, der gleichzeitig erster Vorsitzender unseres Vereines ist.
Auch unser langjähriger Trainer Ulrich Wotschke gehörte zu der Aufstiegsmannschaft.
Udo Pasdziorek, der mittlerweile wieder aktiv dabei ist, gehörte in dieser Saison zu den Spielern, die durch ihre Treffer den Aufstieg ermöglichten.

75/76

Obere Reihe von links: Trainer Rainer Busch, Manfred Schemera, Günter Krollzik, Werner Nitschke,
Hans-Gerd Killing, Klaus-Dieter Reimann, Hajo Schmidt,
Walter Böddeker, Wilhelm Rütten, Gerd Wotschke
Untere Reihe von links: Ulrich Wotschke, Burkhard Bühn, Rainer Glitza, Udo Pasdziorek
Aufsteiger in die 1.Kreisklasse (Saison 75/76)

In der 1.Kreisklasse konnte man sich aber nicht lange halten. Man stieg, trotz einiger Neuzugänge, sofort wieder ab.
Die darauf folgenden Jahre waren vom Saisonverlauf immer sehr spannend. Immer wieder gehörte man zu den Spitzenmannschaften, doch ein Aufstiegsplatz wurde nie erreicht.
Erst in der Saison 81/82, im Jahr des 60-jährigen Bestehens, konnte mit Trainer Gerd Wotschke, der selbst jahrelang in der 1.Mannschaft gespielt hatte, der Aufstieg erreicht werden.

81

Obere Reihe von links: Obmann Fritz Krater, Michael Krater, Klaus Wittkowski, Ulrich Ahling, Werner Nitschke, Herbert Niedmers, Klaus Krater, Trainer Gerd Wotschke
Untere Reihe von links: Ulrich Wotschke, Burkhardt Lehnardt, Udo Pasdziorek, Klaus Schwender, Ulrich Berger, Hans-Gerd Killing, Julio Losada
Aufsteiger in die 1.Kreisklasse (Saison 81/82)

Im ersten Jahr wurde das zu Saison gefaßte Ziel, der Klassenerhalt, so eben gerade geschafft. In zwei
Entscheidungsspielen fiel die Entscheidung zu unseren Gunsten. Nachdem das erste Spiel in Rotthausen durch Tore von Ulrich Berger und Michael Krater mit 2:1 gewonnen werden konnte, endete das Rückspiel 0:0. Dadurch war der Klassenerhalt geschafft.
In der Saison 83/84 stieg man dann allerdings, bedingt durch Verletzungspech und den Weggang einiger Spieler, ab.
Für die Spielzeit 84/85 verpflichtete man dann Peter Jahn als Trainer, mit ihm sollte der Aufstieg geschafft werden. Doch während der Saison hatte man so viel Pech, daß am Ende nur ein Mittelplatz heraus sprang. Zum Ende der Saison verließen dann einige Stammspieler den Verein und so war es kein Wunder, daß man in der Saison 85/86 von vornherein gegen den Abstieg spielte und wer weiß wie alles geendet hätte, wenn nicht gegen Ende des Jahres 85 die Freizeitmannschaft "Ulli`s Pinte" zu uns gestoßen wäre. Aufgrund des nun wesentlich größeren und verbesserten Spielerkaders konnte die Klasse erhalten werden.
Für die Saison 86/87 wurde Jürgen Lück als Trainer verpflichtet. Nachdem die erste Mannschaft lange auf einen Aufstiegsplatz stand, belegte sie am Saisonende doch nur den 4.Tabellenplatz. In der Winterpause dieser Saison wurden erstmalig die Gelsenkirchener Hallenmeisterschaften ausgetragen. Nachdem wir in der Vorrunde klassenhöhere Mannschaften wie ETuS und VfB Gelsenkirchen ausschalteten, wurden wir in der Endrunde Zweiter. Nur der Bezirksligist TuS Rotthausen konnte sich vor uns platzieren. Als einzige
Mannschaft konnten wir den Rotthausern einen Punkt abnehmen. Diese Vizemeisterschaft war die bisher beste Platzierung die je bei einer Hallenmeisterschaft vom SV Westfalia Schalke erreicht wurde.
In der darauf folgenden Spielzeit wurde Heinz Böcker als Trainer verpflichtet. Auch mit ihm spielten wir lange um den Aufstieg mit, doch am Ende sprang leider nur ein dritter Tabellenplatz heraus, so daß es aus dem Aufstieg wieder nichts wurde.

Die erfolgreichste Saison (nach dem Aufstieg in die Kreisliga A in der Spielzeit 81/82) in den letzten
10 Jahren, war die der Jahre 87/88.Wir belegten einen hervorragenden 3.Platz in der Meisterschaft, hinter der 2.Mannschaft vom SC Hassel und Arminia

Doch noch größer war unser Auftritt im DFB-Pokal.

In der ersten Runde mußten wir zum Klassengefährten 1.FC Luthenburg reisen. Nach 90 Minuten stand es 1:1 und das Spiel mußte verlängert werden. In der der Verlängerung führten wir mit 2:1, doch kurz vor Spielende konnte unser Gegner noch ausgleichen.Nun Kam es zum Elfmeterschießen. Nachdem bei beiden Mannschaften alle 10 Feldspieler und auch die Torleute geschossen hatten, mußten nun, weil immer noch keine Entscheidung gefallen war, wieder die ersten Spieler antreten. Unser Spieler Dieter Borutta verwandelte seinen Elfmeter (nachdem er schon die beiden Treffer während des Spiels erzielt und den ersten Elfmeter verwandelt hatte) sicher. Den darauf folgenden Strafstoß konnte unser Torwart Achim Adam abwehren. Damit war die zweite Runde erreicht, in der wir auf Kickers Ückendorf, den
Tabellen zweiten der Kreisliga C6 trafen. Nachdem es zur Halbzeit 0:0 stand, gewannen wir, nach Toren von Ralf Robenek, Ulrich Ahling und Detlev Borutta, noch sicher mit 3:0.
In der dritten Runde hatten wir dann ein Heimspiel, Rot-Weiß Gladbeck, Tabellenführer in der Kreisliga C2,
war unser Gegner. Nach einem 0:2 Rückstand konnten wir das Spiel, nach Toren von Dieter Hauck, Dieter Borutta und Manfred Schneider mit 3:2 gewinnen.
Beim VFB Gelsenkirchen, Spitzenreiter der Kreisliga A2, mußten wir in der 4.Runde antreten.
90 Minuten standen wir unter Druck, doch unser Torwart Ünal Ak, der unseren Stammtorwart Achim Adam vertrat, hielt einfach alles. Bei einen der wenigen Konter die wir hatten, konnte Bernando Lechner nur durch ein Foul gebremst werden. den fälligen Elfmeter verwandelte Manfed Schneider und stellte damit den 1:0 Sieg sicher.

Durch diesen Erfolg hatten wir die erste Runde auf Landesebene erreicht.

Diese 1.Runde fand dann am 10.August 1988 bei uns auf dem Schürenkamp statt. Bei der Auslosung in
Kaiserau am 3.August 1988 hatten wir Glück gehabt, uns wurde nämlich der SC Hassel, der einzige Oberliga-Club Gelsenkirchens, zugelost. Unser neuer Trainer Erhard Rogalla stellte uns auf den Gegner hervorragend ein. In der 6.Minute gingen wir durch unseren Neuzugang Mathias Kraska mit 1:0 in Front. Mit viel Glück konnten wir diesen Vorsprung 30 Minuten verteidigen. dann mußten wir innerhalb von 10 Minuten 3 Tore hinnehmen. Nachdem die Hasselaner das 1:4 erzielt hatten, drosselten sie ein wenig das Tempo und so konnte Bernado Lechner das 2:4 erzielen. Nur kurze Zeit später fiel das fünfte Tor für den
SC Hassel. Weitere Treffer fielen nicht mehr. Nach dem Abpfiff konnten wir mit Fug und Recht behaupten, daß wir uns gut aus der Affäre gezogen hatten.

dfb Pokal

Obere Reihe von links: Erhard Rogalla, Detlev Borutta, Meinolf Stamen, Ralf Robenek, Harald Meissner,
Detlev Lehnardt, Hans-Gerd Killing, Klaus Gaußling
Untere Reihe von links: Bernando Lechner, Manfred Schneider, Mathias Kraska,
Ünal Ak, Dieter Hauck, Ludger Koslowski, Frank Ortmann

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